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Salwa Canal Project – Kanal soll Katar isolieren

In der seit ca. einem Jahr andauernden Katar-Krise geht Saudi-Arabien den nächsten Schritt. Das Emirat plant, seinen Nachbarn komplett zu isolieren. Isolation Katars. Hierzu solle ein Kanal zwischen Katar und Saudi-Arabien geschaffen werden.

Salwa Canal Project – Kanal soll Katar isolieren

Salwa Canal Project – Kanal soll Katar isolieren

Laut gulfnews.com plant Saudi-Arabien unter dem Namen „salwa canal project“ den Bau eines Wasserkanals. Dieser soll sich von Salwa bis nach Khor Al Adeed erstrecken. Nach aktuellen Plänen soll der neue Wasserweg 200 Meter breit und 15 bis 20 Meter tief werden, so dass Schiffe mit bis zu ca. 300 Meter Länge und ca. 35 Meter Breite die neue Wasserstrasse befahren können. Der geplante Kanal hätte eine Länge von ca. 60 Kilometern. Er soll sich innerhalb des saudischen Staatsgebietes befinden, ca. einen Kilometer von den offiziellen Grenzen zu Katar.

Der Plan zum Kanalbau wird von den zuständigen Stellen des Verteidigungsministeriums und der Grenzpolizei unterstützt.

Kosten für das Salwa Canal project

Nach aktuellen Schätzungen wird von Projektkosten in Höhe von ca. 2,8 Milliarden Saudischen Rial ausgegangen, was ca. 0,64 Milliarden Euro entspricht. Die Finanzierung des Kanalbaus soll durch private Investoren geschehen.

Militär Stützpunkt und Endlager für Nuklearabfälle geplant

Im Bereich zwischen dem Kanal und der offiziellen Staatsgrenze zu Katar plant Riad den Bau eines militärischen Stützpunkts sowie eines Lagers für Nuklearabfälle der saudischen Kernkraftwerke, welche allerdings aktuell noch in Planung sind.

Quelle: https://gulfnews.com

Quelle: https://www.arabianbusiness.com

Katar zieht vor UN-Gericht

Das Emirat Katar will laut der offiziellen Nachrichtenagentur Katars die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) vor dem Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen (ICJ) wegen angeblicher Menschenrechtsverletzungen in die Verantwortung nehmen.

Katar geht diesen Schritt nach einem Jahr andauernder Blockade durch die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Bahrain und Ägypten. Diese hatten in einer gemeinsamen Aktion ihre diplomatischen Beziehungen sowie deren Handelsbeziehungen mit Katar in einer koordinierten Aktion abgebrochen, mit dem Verweis darauf, dass Katar den „Terrorismus“ unterstützt haben soll.

Allerdings hat das Emirat Katar diese haltlosen Vorwürfe mehrmalig zurückgewiesen.

Laut katarischem Außenminister Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani haben „Die ungesetzlichen Maßnahmen, die von den VAE verhängt wurden, Familien auseinander gerissen, Eltern getrennt von Kindern und Ehemänner von Frauen. Die Familien verdienen es, wiedervereinigt zu werden“.

Katar will auf diesem Weg erreichen, dass geeignete Maßnahmen ergriffen werden, die VAE anzuweisen, um ihren Verpflichtungen im Rahmen des CERD nachzukommen. Weiterhin soll so die Blockade Katars aufgehoben werden.

Weiterhin fordert Katar Reparationen von den VAE sowie eine Entschädigung, ohne Angaben über die Höhe dieser zu machen.

Quelle: https://www.aljazeera.com

Baladna Farm – Deutsche Holstein-Rinder in Katar

Seit dem Juni 2017 ist das Emirat Katar diplomatisch von seinen Nachbarn isoliert. Diese hatten Katar unter Führung von Saudi-Arabien die Unterstützung des internationalen Terrorismus vorgeworfen. Neben der diplomatischen Isolation im Rahmen der Katar-Krise ist auch die Versorgung Katars stark beeinträchtigt, da Saudi-Arabien die einzige Landesgrenze Katars geschlossen hat und somit ein Transport von Gütern und Lebensmittel auf dem Landweg nicht mehr möglich ist. Hierzu gehört auch der Transport von Milch.

Vor dem Hintergrund dieses Embargos werden aktuell deutsche Holstein-Rinder per Boeing 747 nach Katar geflogen. Diese werden in Katar Teil des ehrgeizigen Projektes „Baladna“.

Deutsche Holstein-Rinder auf der Baladna Farm

Bei dem Projekt „Baladna“ handelt es sich um ein ehrgeiziges Agrar-Projekt, mit welchem Katar langfristig seine Unabhängigkeit von importierten Agrarprodukten erreichen möchte. Zu dem Projekt Baladna gehört beispielsweise die Baladna Farm, aktuelle die größte Kuh-, Schaf- bzw. Viehzuchtfarm des GCC und einer der größten Rinderbetriebe der Welt. Die Baladna Farm liegt ca. 50 Kilometer nördlich von Doha in der Nähe von Al Khor. Die Baladna Farm ist eine 100%ig katarische Farm, die ihren Besuchern ein vielfältiges Angebot an Erlebnissen bietet.

Holstein-Kuh

Holstein-Kuh

Die Baladna Farm in Zahlen

Aktuell leben bereits Tausende von Awassi-Schafen und Ziegen auf der Baladna Farm. Die aktuell per Flugzeug eintreffenden Holstein-Rinder werden ebenso diese Farm bewohnen. Nach Fertigstellung des Projektes sollen auf der Baladna Farm über 25.000 Rinder leben und frische Milch liefern. Diese werden dann von ca. 400 Mitarbeitern betreut, die ebenso mit der Erzeugung von Lebensmitteln beschäftigt sind.

Milch-Vorherrschaft auf der Arabischen Halbinsel

Die Baladna Farm ist Teil des Planes, Katar bei der Herstellung von Lebensmitteln unabhängig zu machen. Weiterhin kann das Emirat dadurch zu einem bedeutenden Player am Milchmarkt der Region etabliert werden und die Hoheit am Milch-Markt auf der Arabischen Halbinsel erlangen.

Katar autark

Das Projekt Baladna ist ein Teil des Versuches, Katar als möglichst unabhängigen Staat zu etablieren, der autark existieren kann. Hierzu ist es nötig, auch die Versorgung der Bevölkerung mit ausreichend frischen Lebensmitteln sicherzustellen.

Baladna-Farm in der Wüste auf Google-Maps

Baladna-Farm in der Wüste auf Google-Maps

Katar beim Golf-Kooperationsrat (GCC)

Katar nimmt Einladung zum Golf-Kooperationsrat (GCC) an

Laut Außenminister Katars, Muhammad bin Abdulrahman al-Thani, wurde das Emirat Katar erstmalig wieder zu einem Treffen des Golf-Kooperationsrat (GCC) eingeladen. Die offizielle Einladung Katars erfolgt durch Kuwait, welches als Vermittler agiert, in der seit über einem halben Jahr andauernden Golf-Krise. Tamim bin Hamad al-Thani (Emir von Katar) hat die Einladung für das Treffen in Kuwait-Stadt angenommen.

Golf-Krise

Seit Juni 2017 haben die Länder Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Ägypten die diplomatischen Beziehungen zum Emirat Katar abgebrochen. Parallel dazu verhängten diese Staaten ein Handels- und Verkehrsblockade gegenüber Katar.

Golf-Kooperationsrat

Der Golf-Kooperationsrat (englisch Gulf Cooperation Council, GCC) ist ein Zusammenschluss von sechs arabischen Staaten. Diese sind Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate. Ziel des Golf-Kooperationsrates ist es, die Kooperation ihrer Mitglieder bezüglich der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Beziehungen zu fördern. Ebenso ist es Ziel des GCC die Außen- sowie Sicherheitspolitik der Mitgliedstaaten gegenseitig zu stärken.

News Update zur Katar-Krise

News Update zur Katar-Krise

Laut dem in Doha ansässigen Nachrichtensender Al Jazeera, hat auch der Niger seinen Botschafter aus Katar abgezogen. Dies geschah aus Solidarität mit Saudi-Arabien und seinen Verbündeten, die ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar Anfang der Woche gemeinschaftlich abbrachen.
(Quelle: http://www.aljazeera.com )

Isolation Katars

Anfang dieser Woche hatten mehrere Staaten ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar in einer koordinierten Aktion abgebrochen. Dadurch kam es zur plötzlichen Isolation Katars in der Golfregion.

Hintergrund der Isolation Katars

Hintergrund der aktuellen Krise in der Golfregion ist das Bestreben Saudi-Arabiens seine Vormachtstellung in der Region zu verdeutlichen und Katar in die Schranken zu weisen.

News Update zur Katar-Krise

News Update zur Katar-Krise

Katar-Krise ausgelöst durch eine angebliche Äußerung des Emirs von Katar

Katar-Krise - Isolation Katars durch Saudi-Arabien

Katar-Krise – Isolation Katars durch Saudi-Arabien

Die USA scheinen aktuell keinen klaren Standpunkt zu den beunruhigenden Vorgängen zu haben. So forderte Donald Trump Katar auf, seine Bemühungen im Kampf gegen den Terrorismus zu erhöhen. Dies geschah kurz nachdem der amerikanische Außenminister Rex Tillerson Saudi-Arabien und seine Verbündeten aufgefordert hat, die Isolation Katars zu lockern, da diese mögliche humanitäre Folgen habe und den Kampf gegen den IS beeinflusse.

Angela Merkel äußert Besorgnis über Katar-Krise

Parallel zu diesen Äußerungen bekundete die deutsche Kanzlerin Angela Merkel ihre Sorge über die aktuelle Entwicklung in der Golfregion und forderte alle Golfstaaten zum einheitlichen Handeln auf, um die aktuelle Krise gemeinsam zu bewältigen.

Türkei will Truppen nach Katar senden

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan forderte, die Blockade des Emirates zu beenden, nachdem am Mittwoch das türkische Parlament beschlossen hatte, türkische Truppen nach Katar zu entsenden. Wann die Entsendung der Truppen auf den türkischen Militärstützpunkt in Katar erfolgt wurde noch nicht geklärt.

Weitere Informationen zu den Hintergründen der aktuellen Katar-Krise sind im folgenden Artikel verlinkt: » Hintergründe der aktuellen Katar-Krise

(Quelle: http://www.aljazeera.com )