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Katar zieht vor UN-Gericht

Das Emirat Katar will laut der offiziellen Nachrichtenagentur Katars die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) vor dem Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen (ICJ) wegen angeblicher Menschenrechtsverletzungen in die Verantwortung nehmen.

Katar geht diesen Schritt nach einem Jahr andauernder Blockade durch die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Bahrain und Ägypten. Diese hatten in einer gemeinsamen Aktion ihre diplomatischen Beziehungen sowie deren Handelsbeziehungen mit Katar in einer koordinierten Aktion abgebrochen, mit dem Verweis darauf, dass Katar den „Terrorismus“ unterstützt haben soll.

Allerdings hat das Emirat Katar diese haltlosen Vorwürfe mehrmalig zurückgewiesen.

Laut katarischem Außenminister Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani haben „Die ungesetzlichen Maßnahmen, die von den VAE verhängt wurden, Familien auseinander gerissen, Eltern getrennt von Kindern und Ehemänner von Frauen. Die Familien verdienen es, wiedervereinigt zu werden“.

Katar will auf diesem Weg erreichen, dass geeignete Maßnahmen ergriffen werden, die VAE anzuweisen, um ihren Verpflichtungen im Rahmen des CERD nachzukommen. Weiterhin soll so die Blockade Katars aufgehoben werden.

Weiterhin fordert Katar Reparationen von den VAE sowie eine Entschädigung, ohne Angaben über die Höhe dieser zu machen.

Quelle: https://www.aljazeera.com

Katar beim Golf-Kooperationsrat (GCC)

Katar nimmt Einladung zum Golf-Kooperationsrat (GCC) an

Laut Außenminister Katars, Muhammad bin Abdulrahman al-Thani, wurde das Emirat Katar erstmalig wieder zu einem Treffen des Golf-Kooperationsrat (GCC) eingeladen. Die offizielle Einladung Katars erfolgt durch Kuwait, welches als Vermittler agiert, in der seit über einem halben Jahr andauernden Golf-Krise. Tamim bin Hamad al-Thani (Emir von Katar) hat die Einladung für das Treffen in Kuwait-Stadt angenommen.

Golf-Krise

Seit Juni 2017 haben die Länder Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Ägypten die diplomatischen Beziehungen zum Emirat Katar abgebrochen. Parallel dazu verhängten diese Staaten ein Handels- und Verkehrsblockade gegenüber Katar.

Golf-Kooperationsrat

Der Golf-Kooperationsrat (englisch Gulf Cooperation Council, GCC) ist ein Zusammenschluss von sechs arabischen Staaten. Diese sind Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate. Ziel des Golf-Kooperationsrates ist es, die Kooperation ihrer Mitglieder bezüglich der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Beziehungen zu fördern. Ebenso ist es Ziel des GCC die Außen- sowie Sicherheitspolitik der Mitgliedstaaten gegenseitig zu stärken.

News Update zur Katar-Krise

News Update zur Katar-Krise

Laut dem in Doha ansässigen Nachrichtensender Al Jazeera, hat auch der Niger seinen Botschafter aus Katar abgezogen. Dies geschah aus Solidarität mit Saudi-Arabien und seinen Verbündeten, die ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar Anfang der Woche gemeinschaftlich abbrachen.
(Quelle: http://www.aljazeera.com )

Isolation Katars

Anfang dieser Woche hatten mehrere Staaten ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar in einer koordinierten Aktion abgebrochen. Dadurch kam es zur plötzlichen Isolation Katars in der Golfregion.

Hintergrund der Isolation Katars

Hintergrund der aktuellen Krise in der Golfregion ist das Bestreben Saudi-Arabiens seine Vormachtstellung in der Region zu verdeutlichen und Katar in die Schranken zu weisen.

Flugreisen nach Doha gestoppt

Auswirkungen der Isolation Katars auf Flugreisen nach Doha

Als erste konkrete Auswirkung der diplomatischen Krise in der Golfregion um Katar sind die deutlichen Einschränkungen im Luftreiseverkehr aufzuführen. So haben einige der beteiligten Länder ein Flugverbot für die katarische Fluglinie Qatar Airways ausgesprochen. Weiterhin haben verschiedenen Fluglinien auf die Krise reagiert.

Luftraum für katarische Flugzeuge gesperrt

Aktuell ist bekannt, dass Ägypten, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain zu den Ländern gehören, welche Qatar Airways einen Überflug verweigern. Welche konkreten Auswirkungen Reisende zu erwarten haben, wie z. B. erhöhte Flug- oder Wartezeiten, ist aktuell noch unklar. Langfristig ist allerdings mit einem deutlichen Anstieg der Preise für Flugreisen nach Doha (Katar) zu rechnen, da durch entsprechend längere Flüge zusätzliches Kerosin verbraucht wird.

Flüge nach Doha gestoppt

Gestoppter Flug von Emirates in Dubai nach Doha

Gestoppter Flug von Emirates in Dubai nach Doha

Emirates, Fly Dubai, Saudi Arabian Airline und Etihad Airways stellen Flüge nach Doha ein

Die aus Dubai stammende Fluglinie Emirates stellt ihre Flüge nach Katar ein. Ebenso wie der Billigfluganbieter Fly Dubai, der ebenso aus Dubai stammt. Weitere Fluggesellschaften, die ihre Flüge in Richtung Hamad International Airport einstellen, sind die Fluggesellschaften von Bahrain, die Gulf Air, und die Saudi Arabian Airlines. Ebenso stoppt die, in den Vereinigte Arabischen Emiraten (VAE) beheimatet Airline Etihad Airways alle Flüge nach Doha. Ab Morgen, Dienstag den 06.06.2017, werden keine Flüge mehr in die Hauptstadt Katars angeboten.

Qatar Airways

Maschine von Qatar Airways landet in Doha

Maschine von Qatar Airways landet in Doha

Qatar Airways trifft die diplomatische Krise um Katar am stärksten, da sie eine Vielzahl von Verbindungen nach Saudi-Arabien, in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Ägypten und Bahrain anbietet. Qatar Airways zählt zu den meist ausgezeichneten Fluggesellschaften der letzten Jahre. Die Fluglinie Qatar Airways hat ihren Hauptsitz auf dem Hamad International Airport in Doha.

Hamad International Airport

Ebenso werden die Einschränkungen bei Flugreisen nach Doha einen empfindlichen Rückschlag für die Entwicklung des Hamad International Airport in Doha darstellen. Der Hamad International Airport in Doha ist neben dem Dubai International Airport und dem Abu Dhabi International Airport eines der bedeutendsten Flugreisedrehkreuze der Region. Diese bedeutenden Hubs ringen um Flugreisende, die sich zwischen Europa, Asien und Afrika bewegen.

Hintergrund der Isolation von Katar

Was ist der Hintergrund der Isolation von Katar?

Als offizielle Begründung für die Beendigung der diplomatischen Beziehungen zwischen Saudi-Arabien, dem Jemen, Bahrain, den Malediven, Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten werden durch die Nachrichtenagentur Katars veröffentlichte angebliche Aussagen des Emirs von Katar genannt.

Katar isoliert im Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Ira

Katar isoliert im Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Ira

Saudi-Arabien und der Iran

Der wahre Hintergrund der aktuellen Eskalation zwischen Katar und Saudi-Arabien ist der Kampf des sunnitischen Saudi-Arabiens und des schiitischen Irans um die Vorherrschaft in der Golfregion, der seit längerem ausgetragen wird. Daher gehört auch Bahrain zu den Staaten, die versuchen, Katar zu isolieren, da das Land von sunnitischen Herrschern gelenkt wird, allerdings der überwiegende Teil der Bevölkerung der schiitischen Glaubensrichtung angehört. In den Vereinigten Arabischen Emiraten dominiert die sunnitische Glaubensausprägung. Lediglich bis zu 20 Prozent der Bevölkerung gehören der schiitischen Glaubenskonfession an. Ebenso gehören ca. 90 Prozent der ägyptischen Bevölkerung dem sunnitischen Islam an.

Schiiten vs. Sunniten?

Der aktuelle Konflikt zwischen Katar und Saudi-Arabien könnte somit, auf Basis der Glaubensverteilung in Saudi-Arabien, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Ägyptens, schnell als Konflikt der verschiedenen Glaubenskonfession des Islams abgetan werden. Oft wird hierbei auf einen seit Hunderten von Jahren bestehenden Glaubenskrieg verwiesen. Allerdings spricht gegen diese Darstellung der Fakt, dass die Anhänger der beiden Konfessionen über viele Jahre friedlich in der Region lebten.

Saudi-Arabien und der Iran

Vielmehr nutzt Saudi-Arabien die beiden Konfessionen als politisches Thema gegen den schiitischen Iran, den es als potentielle Bedrohung sieht. Dies geschieht seit der islamischen Revolution im Iran im Jahr 1979. Seit dieser Zeit betrachtet die Regierung Saudi-Arabiens die arabischen Schiiten als Handlanger des Irans.

Somit ist der eigentliche Grund des Konfliktes zwischen Katar und Saudi-Arabien der Machtanspruch Saudi-Arabiens in der Golfregion, den Katar scheinbar nicht bedingungslos akzeptiert.

Emirat Katar plötzlich isoliert

Katar im Nahen Osten isoliert

Emirat Katar plötzlich isoliert

Emirat Katar plötzlich isoliert


Das Emirat Katar wurde laut verschiedenen Medienberichten von seinen direkten Nachbarn Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain sowie Ägypten, dem Jemen und den Malediven diplomatisch isoliert. Die sechs Länder haben am 05.06.2017 ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen. Durch die Grenzschließung Saudi-Arabiens zu Katar ist das gasreiche Emirat Katar auch physisch von der Arabischen Halbinsel abgeschnitten.

Fake-News im Namen des Emirs von Katar

Hintergrund ist der Vorwurf der sechs Staaten, dass Katar den Iran und die islamistische Gruppe „Muslimbruderschaft“ unterstützt. Ebenso so soll der Emir von Katar Iran-freundliche Aussagen sowie wohlwollende Äußerungen zur Hamas getätigt haben. Über diesen Vorgang wurde bereits im Artikel Falschmeldung des Scheichs Tamim bin Hamad Al-Thani in Katar 24.05.2017 berichtet.

Dementi der Fake-News im Namen des Emirs von Katar

Allerdings dementierte Katars Regierung diese Meldungen umgehend, da der Emir diese Äußerungen nicht getätigt haben soll. Vielmehr sollen diese durch einen Hackerangriff auf die Nachrichtenagentur Katars veröffentlicht wurden sein, also nicht im Namen und Wissen des Staatsoberhauptes Tamim bin Hamad Al-Thani. Die Dementierung der Aussagen wurde allerdings durch Saudi-Arabien nicht weiter beachtet.

Konflikt zwischen Katar und Saudi-Arabien

Saudi-Arabien sieht sich in der vorherrschenden Rolle der Region und will, dass auch das kleine Emirat Katar dies anerkennt. Katar ist das Land mit dem höchsten Prokopfeinkommen der Welt, dank seiner enormen Öl- und vor allem Gasvorkommen. Ebenso ist Katar der größte Flüssiggas-Exporteur der Welt. Das aus den Gasvorkommen erwirtschaftete Geld ermöglicht es Katar, seine enormen außenpolitischen Pläne kontinuierlich zu verfolgen, auch wenn diese im klaren Gegensatz zu denen des wesentlich größeren Saudi-Arabiens stehen.

Al Jazeera (Al Dschasira)

Zur Durchsetzung seiner Interessen nutzt Katar beispielsweise den arabischen Fernsehsender Sender Al Jazeera, der seit dem Jahr 1996 Nachrichten sendet und dessen Hauptsitz sich in Doha befindet. Der Sender ist im Besitz der Qatar Media Corporation, die wiederum dem Scheich Hamad bin Chalifa Al Thani gehört. So wurde beispielsweise der Arabische Frühling durch Al Jazeera positiv beflügelt.

Hintergrund der Isolation Katars

Weiter Informationen zu den Hintergründen bezüglich der Isolation Katars sind unter folgendem Link zu finden: » Hintergrund der Isolation Katars

Auswirkungen der Isolation Katars

Welche Auswirkungen die Isolation Katars mittel- bis langfristig haben wird, ist aktuell noch nicht vorhersehbar. Allerdings sollten sich diese

  • an der Börse Katars,
  • auf den Reiseverkehr, speziell Flugreisen nach Doha,
  • auf den Ölpreis und
  • unter Umständen bei Unternehmen wie der Deutschen Bank oder dem VW-Konzern

zeigen.